Hilfe für
Asylbewerber
in Gauting

Aktuelles

Unterstützung für Hausaufgaben gesucht!

Wer würde gerne Flüchtlingskinder bei den Hausaufgaben in der Grundschule oder der Realschule unterstützen?
Wir sind ein Team von 10 Helfern.
In der Grundschule findet die Betreuung im Hort/Ammerseestrasse statt.
Der zeitliche Aufwand ist überschaubar: 1 bis 2 Tage zu je 2 Stunden und einmal im Monat eine Betreuerbesprechung.
Kontakt: hausaufgaben@asylgauting.de
Herzlichen Dank vorab für Ihre Unterstützung!


Bosco 17.07.2017: Welche Flüchtlingspolitik wollen wir?

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Es reicht - 24.06.2017 Pressemitteilung Bayerischer Flüchtlingsrat

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NEU Aufruf zur Demonstration: "Es reicht" 24.06.2017 München

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Petition: Unser Klassenkamerad Ali soll bei uns bleiben!

Link zur Petition:

www.Petition: Unser Klassenkamerad Ali soll bei uns bleiben!


Buchtipp: Haubner / Kalin Einführung in das Asylrecht

Ein Buchtipp der von Herzen kommt:
2017, 190 S., Broschiert, ISBN 978-3-8487-3053-7 Nomos Verlag, 38,-- €

Das Asylrecht

wird derzeit immer wieder mit vielen Forderungen nach Änderungen politisch diskutiert und wurde durch unzählige Reformen in den letzten Monaten umfassend geändert.
Genaue Kenntnisse des Asylrechtes werden in der neuen Fachanwaltschaft Migrationsrecht benötigt, aber auch bei allen Mitarbeiter*innen in der Asyl-, Sozial-, und Migrationsberatung, der Jugendhilfe, bei den Ausländerbehörden und den Gerichten.
Die „Einführung in das Asylrecht“
orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Praxis, die zum Teil ganz neu mit dem Thema befasst und vor dem Hintergrund der kaum mehr überschaubaren Änderungen der letzten Monate verunsichert ist:
• Topaktuell: Alle Änderungen, vom Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung und dem Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz bis hin zum Asylpaket II und Integrationsgesetz werden berücksichtigt.
• Verständlich: Für die praktische Arbeit konzipiert, lesefreundlich und systemerklärend.
• Umfassend: Alle Verfahrensstadien von der Einreise über das Asylgesuch bis zur Entscheidung des BAMF, Rechtsmittel, Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung auch bei einem negativem Abschluss des Verfahrens sowie Fragen der Aufenthaltsbeendigung und Abschiebung werden erläutert.
• Praxisnah: Das materielle Asylrecht sowie das behördliche und gerichtliche Verfahren sind in die Darstellung mit eingebunden - alles aus einer Hand!
• Formularmuster für Anträge an Behörden und gerichtliche

Verfahren

Aktuelle Schwerpunktsetzung
Das Handbuch setzt die Schwerpunkte bei den immer wieder auftauchenden typischen Problemen der Praxis unter besonderer Berücksichtigung der Folgewirkungen der jüngsten Gesetzesnovellen und der Rechtsprechung, z.B.:
• Dublin-Verfahren
• Anhörung und Mitwirkungspflichten im Asylverfahren
• Rechtswirkungen positiver Entscheidungen des BAMF
• Rechtsschutzmöglichkeiten gegen negative Entscheidungen des BAMF
• Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung nach einem negativen Abschluss des Verfahrens
• Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
• Kosten und Gebühren (Beratungs- und Prozesskostenhilfe, Gerichtskosten, anwaltliche Gebühren)
• Aufenthaltsbeendigung
• Abschiebungshaft
• Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die Autorinnen

sind seit vielen Jahren auf das Migrationsrecht spezialisierte Anwältinnen. Sie schulen andere Rechtsanwält*innen und arbeiten in der Aus- und Fortbildung der Mitarbeitenden der Asyl-, und Migrationsberatung und UMF-Jugendhilfeeinrichtungen sowie der ehrenamtlichen Unterstützungskreise der Flüchtlingsunterkünfte.


1. Ehrenamtsvollversammlung / Kundgebung München 23.04.2017

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Mehr Informationen unter ####www.gemeinsam-fuer-menschenrechte-und-demokratie.de####


Nächstes Newcomer-Treffen - Termin in Klärung

Sie wollen vielleicht mithelfen, haben Fragen dazu und möchten Mitglieder des Helferkreises kennenlernen? Dann sind Sie herzlich willkommen beim nächsten Newcomer-Treffen am Montag, den xx. xxx, um 19 Uhr im Gruppenraum des Altbaus in der Unterkunft Ammerseestraße / Ecke Unterbrunner Straße.
Wir freuen uns auf Sie!


SZ Bericht - Deutschlernen vorm Fernseher - Schulunterricht für Flüchtlingskinder

Deutschlernen vorm Fernseher
Schulunterricht für Flüchtlingskinder

Die Berufsschule Starnberg und die Mittelschule Gauting informieren Asylhelfer, Coaches und junge Flüchtlinge über Schule und Berufsausbildung. Was die Kinder vor allem brauchen: Zeit
Von Blanche Mamer, Gauting

"Ich wiederhole die neunte Klasse freiwillig, weil ich den M-Zweig schaffen will. Meine Noten waren mir nicht gut genug", sagt Achmad aus der M9 an der Gautinger Paul-Hey-Mittelschule. Der junge Flüchtling aus Afghanistan weiß genau was er will, nämlich ein gutes Mittlere-Reife-Zeugnis, das ihm den Zugang zur FOS ermöglicht. Nach einem Jahr in der Übergangsklasse in Gilching, waren seine Leistungen so gut, dass er in die Regelklasse in Gauting wechseln konnte und den Zustieg zum M-Zug erreicht hat, berichtet Rektorin Isolde Wengenmeyer. Er gilt als positives Beispiel, wie jugendliche Flüchtlinge ehrgeizige Ziele entwickeln und sie mit viel Fleiß verfolgen.

Zur Informationsveranstaltung mit dem Thema "Schule und Berufsausbildung" der Berufsschule Starnberg und der Mittelschule Gauting im evangelischen Gemeindezentrum kamen mehr als 80 Asylhelfer, Coaches der Mittelschule und junge Flüchtlinge. Es sei nicht immer einfach, den Jugendlichen und ihren Eltern klar zu machen, dass in Bayern die Schulpflicht grundsätzlich zwölf Jahre dauere. Nach Abschluss der Mittelschule gebe es weitere drei Jahre Berufsschulpflicht, betonte Kristin Groß-Stolte, Fachbetreuerin Wirtschaft im Staatlichen Beruflichen Zentrum in Starnberg. Wer unentschuldigt fehle, müsse damit rechnen, dass die Polizei den Aufenthaltsort feststellt. Es sei darum sinnvoll, darauf zu achten, dass bei jedem Behördentermin die Schule vorher informiert werde, riet Wengenmeyer den Asylhelfern und Betreuern. Sie habe dafür Extra-Formulare entwickelt.

"Wir müssen bei allem im Hinterkopf haben, dass die Jugendlichen ganz unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen", sagt die Mittelschulleiterin. Manche waren noch nie in der Schule, manche kommen aus gebildeten Schichten und haben gute Arabisch-Kenntnisse, müssen jedoch erst das europäische Alphabet lernen, manche können sogar etwas Englisch schreiben. "Und - die Flüchtlingskinder brauchen Zeit", betont Wengenmeyer. Es sei wichtig für die Coaches, die Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Für manche Schüler stelle das deutsche Unterrichtssystem eine Hürde dar, weil es eigenständiges Denken verlange und nicht nur auf Auswendiglernen setze. "Mein Kopf ist dafür nicht gemacht", habe sich ein Bub beklagt, der zwar gut rechnen konnte, Lücken-Aufgaben aber einfach nicht verstand, berichtet die Schulleiterin. Die Übergangsklassen, die für alle ausländischen Kinder ohne fundierte Deutschkenntnisse eingerichtet wurden, legen den Fokus aufs Deutschlernen. Viele könnten schon bald Deutsch sprechen, aber noch nicht schreiben. Eine gute Übung fürs Sprachverständnis sei das deutsche Fernsehen. Für gute Schüler gebe es in Gauting die Möglichkeit, parallel einen Probelauf in der Regelklasse zu absolvieren und stundenweise am Regelunterricht teilzunehmen. Nach zwei Jahren müssten die Schüler fit genug sein und von der Ü-Klasse, die vom Alter her sehr gemischt ist, in die Regelklasse wechseln.

Gute Aussichten für eine Berufsausbildung prophezeit Berufsschulleiterin Kristin Groß-Stolte. Selbst wenn ein Eignungstest nicht geklappt habe, sei es möglich, über Praktika zu einem Ausbildungsplatz zu kommen. Neben dem Vertrag mit dem Lehrherrn sei ein Vertrag mit der zuständigen Kammer und eine Genehmigung der Ausländerbehörde notwendig, betonte sie. Sie beschwor die Coaches, darauf hinzuwirken, dass deren Schützlinge die Ausbildung nicht bei der ersten Schwierigkeit abbrechen. Die Noten der Berufsschule hätten keinen Einfluss auf die Note der Prüfung vor der jeweiligen Kammer. Wer dort die Note 3,0 erreiche, bekomme das Mittlere-Reife-Zeugnis als Zugang für die FOS/BOS, Techniker- oder Meisterschule.

(link http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/gauting-deutschlernen-vorm-fernseher-1.3389831).


Bayerns Innenminister Herrmann sagt Treffen mit Asylhelferkreisen ab

Zum Abschluss des für Samstag, den 4. März, geplanten Sternmarsches der bayerischen Helferkreise sollte Innenminister Herrmann die von über 200 Helferkreisen unterzeichnete Tutzinger Resolution des 3. Oberbayerischen Asylgipfels persönlich überreicht werden. Nun hat der Minister abgesagt.

Ärger über Innenminister Herrmanns Gesprächsabsage an die Asyl-Helferkreise

Große Enttäuschung und Ärger herrscht im Anschluss des 3. Oberbayerischen Asylgipfels, der Ende Januar in Tutzing stattgefunden hatte. Die verabschiedete Resolution gegen ein Arbeitsverbot von Asylbewerbern und Abschiebungen nach Afghanistan, die von über 200 Asyl Helferkreisen im gesamten Freistaat mitgetragen wird, sollte Innenminister Joachim Herrmann persönlich überreicht werden. Dieser ließ nun durch sein Büro ausrichten, dass er keine Zeit für ein Gespräch habe.

Der Integrationsbeauftragte Martin Neumeyer, der beim Asylgipfel in Tutzing als Redner anwesend war, hatte sich dafür eingesetzt, dass die Koordinatoren Jost Herrmann, Lisa Hogger und Bernhard Rieger dem Innenminister die Tutzinger Resolution persönlich überreichen können. Terminvorschläge wurden eingereicht und die Planungen waren fest im Gange.

Was nun zur Ablehnung eines Treffens geführt hat, ist nicht klar. Offiziell wurde die Absage mit terminlichen Problemen des Ministers begründet. Stattdessen bot das Innenministerium einen Termin mit Staatssekretär Gerhard Eck an.

„Ich fühle mich in die Franz-Josef-Strauß-Ära zurück versetzt. Da hat man auch Andersdenkenden einen Dialog verweigert hatte. Hier sind die Gesprächspartner aber keine ‚linken Spinner‘, sondern Repräsentanten von über 200 Asyl-Helferkreisen, Experten an der Basis, die vielfach von offizieller Seite geehrt wurden und ohne die in den letzten Jahren nur Chaos im Freistaat geherrscht hätte“, ließ Jost Herrmann verbittert verlauten. „Das Engagement der vielen Tausend bayerischen Ehrenamtlichen im Bereich Asyl wird mit dieser Gesprächsverweigerung mit Füßen getreten.“

Einen Gesprächstermin mit Staatssekretär Eck würde man laut Jost Herrmann gerne wahrnehmen, aber nicht als Ersatz, sondern als Vorbereitung für ein Gespräch mit einem Entscheidungsträger.

Eine gute Beteiligung am Sternmarsch ist nun umso wichtiger.

Organisationsteam 3. Oberbayerischer Asylgipfel in Tutzing
Jost Herrmann, Lisa Hogger, Bernhard Rieger

www.asyl.bayern.de

jost.herrmann@asylimoberland.de
0881-9276589


"Tutzinger Resolution" des oberbayerischen Asylgipfels am 28. Januar

Im Dezember letzten Jahres wies das Bayerische Innenministerium die Ausländerbehörden an, die Erteilung einer Arbeitserlaubnis für Geflüchtete von ihrer jeweiligen "Bleibeperspektive" also der Anerkennungsquote für Asylbewerber aus ihrem Herkunftsland abhängig zu machen. Mit dieser bundesweit einzig dastehenden Maßnahme, hatte sich die Bayerische Landsregierung erneut zum Vorreiter einer besonders restriktiven Politik gegenüber Asylbewerbern gemacht.
Beim 3. oberbayerischen Asylgipfel am Samstag, dem 28. Januar, haben die 53 vertretenen Helferkreise mit ihrer Tutzinger Resolution scharf gegen diese neuerliche überflüssige, menschenfeindliche und gesellschaftlich kontraproduktive Ausgrenzungsmaßnahme protestiert. Mittlerweile haben sich zahlreiche Helferkreise aus ganz Bayern ihrem Protest angeschlossen.

Tutzinger Resolution

Mit der Anweisung an die Ausländerbehörden vom 19.12.2016 (Innenministerielles Schreiben) sehen wir Helferkreise eine Grenze überschritten.
Daher bringen wir uns aktiv in die Debatte um Arbeitserlaubnis und Abschiebung ein.

Als "Experten an der Basis" wissen wir:

Arbeit für Asylbewerber

ermöglicht den Spracherwerb sowie den Erwerb fachlicher und sozialer Kompetenzen, die auch im Heimatland genutzt werden können (indirekte Entwicklungshilfe).
hilft, dem Tag eine Struktur zu geben
bedeutet wirtschaftliche und persönliche Unabhängigkeit und daher mehr Würde für Menschen in ohnehin schwierigen Situationen
mpliziert eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung
erleichtert das friedliche Miteinander vor Ort
fördert die Teilhabe an der Gesellschaft
entlastet erheblich die öffentlichen Kassen und bringt Steuereinnahmen

Ein generelles Arbeitsverbot

stellt die erfolgreiche Arbeit in den Berufsschulklassen für Asylbewerber in Frage
wäre eine Verschwendung von Steuergeldern, da viele staatlich geförderte Maßnahmen nicht zum Tragen kommen können.
stellt viele Arbeitgeber vor große Probleme, weil sie i.d.R. mit den Asylbewerbern gute Erfahrungen gemacht haben, in die Einarbeitung investiert haben und kaum Ersatz finden.
greift massiv in das Menschenrecht auf Arbeit ein.

Integrationsbereitschaft muss wirksam werden können!

Als "Experten an der Basis" fordern wir:

Kein Arbeitsverbot für Asylbewerber

Dass die Arbeitserlaubnis an der Anerkennungsquote festgemacht wird (=bayerischer Sonderweg), ist völlig inakzeptabel. Anerkennungsquoten sind gegen das Menschenrecht eines jeden Einzelnen gerichtet. Im Asylrecht gilt immer der Einzelfall.
Auch abgelehnten Asylbewerber soll die bestehende Arbeitserlaubnis nicht entzogen werden.
Keine Restriktionen bei Bildungsangeboten und Ausbildung

KEINE ABSCHIEBUNG in der gegenwärtigen Situation nach Afghanistan.

Afghanistan ist nicht sicher, das bestätigt auch der neueste UNHCR-Bericht!

Anwesend: 80 Vertreter aus 53 Helferkreisen aus 11 oberbayerischen Landkreisen
Tutzing, 28.1.2017

Auf dem Asylgipfel vertretene Helfer- bzw. Unterstützerkreise:
ADIA Erding
Arbeitskreis Asyl Germering
Arbeitskreis Asyl Gröbenzell
Asylhelferkreis Berg am Starnberger See
Asylhelferkreis Eurasburg-Beuerberg
Asylhelferkreis Jesenwang
Asyl-Helferkreis Markt Indersdorf
Asylhelferkreis Starnberg
Asylhilfe Türkenfeld
Förderkreis Asyl Gauting e.V.
Freundeskreis Asyl Peiting
Helferkreis Ammersee West
Helferkreis Asyl Bichl und Bendeditkbeuern
Helferkreis Asyl Dießen
Helferkreis Asyl Feldafing
Helferkreis Asyl Fürstenfeldbruck
Helferkreis Asyl Gauting
Helferkreis Asyl Gilching
Helferkreis Asyl Glonn
Helferkreis Asyl Greifenberg
Helferkreis Asyl Hebertshausen
Helferkreis Asyl Mammendorf
Helferkreis Asyl Neubiberg
Helferkreis Asyl Petershausen
Helferkreis Asyl Pöcking
Helferkreis Asyl Stockdorf
Helferkreis Asyl Traubing
Helferkreis Asyl Tutzing
Helferkreis Asyl Unterhaching
Helferkreis Asyl Utting
Helferkreis Asyl Warngau
Helferkreis Asyl in Wolfratshausen
Helferkreis Asyl Würmtal
Helferkreis Asyl Zorneding
Helferkreis Gemeinde Bad Heilbrunn
Helferkreis Germering
Helferkreis Holzkirchen
Helferkreis Integration Schwabhausen
Helferkreis Königsdorf
Helferkreis Lenggries
Miteinander leben in Hadern e.V. (München)
Murnau miteinander - Team 7
Taufkirchener Integrationskreis
Unterstützerkreis Asyl Iffeldorf
Unterstützerkreis Asyl Bernried
Unterstützerkreis Asyl Böbing
Unterstützerkreis Asyl Hohenpeißenberg
Unterstützerkreis Asyl Huglfing
Unterstützerkreis Asyl Peißenberg
Unterstützerkreis Penzberg Asyl
Unterstützerkreis Asyl Schongau
Unterstützerkreis Asyl Weilheim
Unterstützerkreis Asyl Wessobrunn

Viele weitere Helferkreise aus ganz Bayern unterstützen diese Resolution:
Diese Seite wird zur Zeit täglich aktualisiert, da uns immer mehr Helferkreise erreichen, die sich beteiligen möchten und die Tutzinger Resolution unterstützen.
Möchten auch Sie mit Ihrem Helferkreis diese Resolution unterstützen ?
Dann senden Sie bitte eine E-Mail mit der genauen Bezeichnung ihres Helferkreises bzw. Flüchtlingsinitiative an: portal@asylhelfer.bayern bzw. über

www.asyl.bayern.de

Oberbayern

Arbeitskreis Asyl Dachau
Arbeitskreis Asyl Freising
Asylhelferkreis Bergkirchen
Asylhelferkreis Eichenau
Asylhelferkreis Krailling
Asylhilfe Bruckmühl
Helferkreis Asyl Altomünster
Helferkreis Asyl Ampfing
Helferkreis Asyl Attenkirchen
Helferkreis Asyl Grasbrunn Vaterstetten
Helferkreis Asyl Olching
Helferkreis Asyl Penzing
Helferkreis Asyl Unterschleißheim e.V.
Helferkreis Ampfing
Helferkreis Eggstätt
Helferkreis Eching
Helferkreis Erharting
Helferkreis Haag/Winden
Helferkreis Jettenbach
Helferkreis Karlsfeld
Helferkreis Mainaustraße (München-West)
Helferkreis Maitenbeth
Helferkreis Messestadt (München)
Helferkreis Mettenheim
Helferkreis Mühldorf
Helferkreis Neumarkt St. Veit
Helferkreis Schäftlarn
Helferkreis Stephanskirchen
Kreis Migration Bad Aibling
Patenprojekt Asyl Wasserburg
Unterstützerkreis Asyl Seeshaupt

Ober-, Mittel- und Unterfranken

EFIE e.V. - Ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung in Erlangen
Freund statt fremd e.V. (Bamberg)
Flüchtlingsbegleitung der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Leutershausen
Flüchtlingshelferkreis Wilburgstetten
Flüchtlingsinitiative Eckental FLEck e.V - ein guter Platz zum Leben
Hand in Hand in Hersbruck - Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
Helferkreis Asyl Schopfloch
Helferkreis Dorfkemmathen (Gemeinde Langfurth)
Helferkreis Flüchtlinge Dinkelsbühl
Helferkreis in Höchstädt i. F.
Sprachcafé Windsbach
Unterstützerkreis "Haus am Park" (Selb)

Niederbayern

Helferkreis Asyl Kellberg-Thyrnau

Schwaben

Arbeitskreis-Asyl-Kaufbeuren
Flüchtlingshilfe Rieden
Unterstützergruppe Asyl / Migration Dillingen a.d.D.e.V.i.G
(Stand: 4. Februar 2017)


NEU ONLINE PETITION - gegen Abschiebung nach Afghanistan

Pressemitteilung der Bayerischen Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte vom 21.01.2017

Massenproteste gegen menschenrechtswidrige Abschiebungen

Über 35.000 Menschen haben eine Online-Petition unserer Ärzteinitiative unterzeichnet, die sich gegen die menschenrechtswidrigen Abschiebungen nach Afghanistan richtet www.change.org/nodeportation.

Zu den Erstunterzeichnern gehören die Schauspielerin Senta Berger, der Theologe Dr. Jürgen Micksch, der Musiker Günther Sigl, der Autor und Publizist Terry Swartzberg und der Arzt und Regisseur Prof. Dr. Michael Verhoeven.

Sie alle erklären sich bereit, alles in ihrer Macht stehende zum Schutz der bedrohten afghanischen Flüchtlinge zu tun. Dazu gehören persönliche Appelle an Behörden, Presse, Kirchen, Vereine, Prominente und Politiker in den Kommunen, in den Landtagen und im Bundestag.

Anlässlich der für kommende Woche geplanten 2. Massendeportation afghanischer Flüchtlinge wird dies in die Tat umgesetzt.

In München werden wir am Mittwoch 25.01.2017 um 14 Uhr dem Innenministerium einen Besuch abstatten, der gern von der Presse begleitet werden kann.

Der neueste UNHCR-Bericht hat die Behauptung des Bundesinnenministers endgültig widerlegt, in Afghanistan gebe es sichere Regionen. Im Bericht heißt es:

Ein pauschalierender Ansatz, der bestimmte Regionen hinsichtlich der Gefahr von Menschenrechts-verletzungen, wie sie für den Flüchtlingsschutz oder den subsidiären Schutz relevant sind, als sichere und zumutbare interne Schutzalternative ansieht, ist nach Auffassung von UNHCR vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Afghanistan nicht möglich.

https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2015/12/2017-Bericht-UNHCR-Afghanistan.pdf

Wir weisen daher die beteiligten Beamten auf ihre Pflicht zur Remonstration hin, wenn von ihnen verlangt wird, menschenrechtswidrige Anweisungen auszuführen oder zu unterstützen.

Den Regierenden in Bund und Ländern geben wir zu bedenken, dass sie keine Wählerstimmen gewinnen, wenn sie sich dem Rechtspopulismus anbiedern. Dessen Anhänger wählen lieber das Original; alle anderen werden von einer menschenfeindlichen Politik abgestoßen.

Kontakt: Dr. Thomas Nowotny, Salzburger Str. 27, 83071 Stephanskirchen, Tel. 08031 39 18 0 18

Email: t.nowotny@onlinehome.de


Petition - Aufruf gegen Abschiebung nach Afghanistan

Petition - Aufruf gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Liebe Schutzsuchende aus Afghanistan!
Wir stehen an Ihrer Seite!

Wir wissen aus zahlreichen persönlichen Begegnungen und Gesprächen, dass viele von Ihnen in großer Sorge sind, seit kürzlich die EU und die korrupte afghanische Regierung ein Rücknahmeabkommen geschlossen haben. Afghanistan erhält über vier Jahre verteilt 13 Milliarden Euro - die in den Taschen der Eliten verschwinden werden - und nimmt im Gegenzug 80.000 afghanische Flüchtlinge zurück, ein großer Teil davon aus Deutschland. Ein unmenschlicher Deal, staatlich abgesegnetes Unrecht, Menschenhandel in großem Maßstab.

In Afghanistan herrscht seit fast vierzig Jahren Krieg. Die militärische Intervention nach dem 11. September 2001, an der auch die Bundeswehr bis heute beteiligt ist, hat Afghanistan nicht sicherer gemacht - im Gegenteil: Das Land ist unsicherer denn je. Innenminister de Maizière behauptet aber gegen besseres Wissen, Afghanistan sei - mindestens teilweise - ein „sicheres Herkunftsland“.

Und nun hat tatsächlich die erste Massendeportation begonnen.

Wer vor Krieg, Elend und Tod Schutz suchende Menschen dorthin zurück zwingt, verstößt bewusst gegen die viel beschworenen Grundwerte der EU und gegen unser Grundgesetz. In Afghanistan, nach wie vor einem der ärmsten Länder der Welt, gibt es jetzt schon über 1,2 Millionen „Binnenflüchtlinge“, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und sterben. Es gibt für dorthin abgeschobene Menschen keine Lebens-, für viele keine Überlebenschancen.

Leider können wir Ihnen Ihre Sorgen nicht nehmen. Aber wir erklären hiermit öffentlich:

Für den Fall, dass die Bundesregierung tatsächlich Sie und andere afghanische Flüchtlinge in Ihr von Krieg zerfressenes Herkunftsland abschieben will, werden wir uns solchen Unrechts-Maßnahmen widersetzen. Wir stehen an Ihrer Seite und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Sie zu schützen.

Wir werden Ihnen helfen, die Umstände Ihrer Verfolgung und Flucht und Ihre persönliche Situation öffentlich zu machen, ebenso die aktuelle Situation in Afghanistan. Damit machen Sie für alle verständlich, dass Ihre Abschiebung gegen die Menschenrechte verstößt. Wir werden Behörden, Presse, Kirchen, Vereine, Prominente und Politiker vor Ort, in den Landtagen und im Bundestag bitten, für Ihren Schutz einzutreten.

Wenn der Staat seinen internationalen Schutzverpflichtungen gegenüber Ihnen und anderen afghanischen Flüchtlingen nicht mehr nachkommt, werden wir, Mitglieder der Zivilgesellschaft, uns für Sie einsetzen - notfalls gegen staatliche Maßnahmen.

Erstunterzeichner/-innen (Stand 17.01.2017):

Jawid Ahmad, Riedering
Dr. Emma Auch-Dorsch, Ärztin, München
Senta Berger, Schauspielerin, München
Dr. Andreas Böhm, Arzt, Rosenheim
Eva Clemenz, Ärztin, Berlin
Dr. Winfrid Eisenberg, Arzt, Herford
Abuzar Erdogan, SPD-Stadtrat, Rosenheim
Diana Frankenberg, Intensiv-Gesundheits- und Krankenpflegerin, Rosenheim
Amelie Fried, Autorin und Moderatorin, München
Angelika Graf, MdB a.D., SPD, Rosenheim
Prof. Dr. Hans Beat Hadorn, Arzt, München
Hubert Heinhold, Rechtsanwalt, München
Dr. Elisabeth Heyn, Ärztin, Fürth
Dr. Ernst Ludwig Iskenius, Arzt, Rostock
Ulla Jelpke, MdB, Linke, Dortmund
Christine Kamm, Landtagsabgeordnete, Grüne, Augsburg
Dr. Jürgen Micksch, Theologe und Soziologe, Darmstadt
Daniel Müller, Student, Osnabrück
Dipl.Psych. Michaela Müller, Psychotherapeutin, München
Dr. Michaela Müller, Ärztin, Stephanskirchen
Dr. Thomas Nowotny, Arzt, Stephanskirchen
Dr. Ingeborg Oster, Ärztin, München
Dr. Gisela Penteker, Ärztin, Otterndorf
Peter Probst, Schriftsteller, München
Dr. Günter Rexilius, Psychotherapeut, Mönchengladbach
Barbara Riedel, Psychotherapeutin, Rosenheim
Dr. Christian Schönhals, Arzt, München
Günther Sigl, Musiker (Spider Murphy Gang), München
Michael Spreng, Rosenheim
Claudia Stamm, Landtagsabgeordnete, Grüne, Ottobrunn
Terry Swartzberg, Autor und Journalist, München
Hamon Tanin, Politikwissenschaftler, Stephanskirchen
Luca Verhoeven, Schauspieler, München
Prof. Dr. Michael Verhoeven, Arzt, Regisseur, München
Marianne Weiss, Sprecherin der Grünen, Augsburg
Dr. Waltraud Wirtgen, Ärztin, München


Kalender 2017 - Auf der Suche nach Heimat

2017_kalender_deckblatt

nun ist er da....
bis zum 10. Januar können Sie unseren Kalender 2017 für
10 € bei Kirchheim, dem Eine-Welt-Laden oder auch in der Apotheke in Stockdorf erwerben.

2017_kalender_text

Der Erlös fließt zu 100% in die Arbeit des Helfer-Kreis ASYL Gauting.


Wir bitten um Ihre Spende!

Geflüchtete sind auf unsere Hilfe angewiesen,
wir bitten Sie herzlichst um Ihre Spende.

Unser Spendenkonto:
Förderkreis Asyl Gauting e.V.
IBAN: DE 19 7009 3200 0002 0551 39
BIC: GENODEF 1STH
VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg


Schicksal eines ehemaligen Bewohners der Gautinger Unterkunft...

Ein Senegalese, 33 Jahre, mehrere Jahre in Italien mit Aufenthaltstitel, entscheidet sich aufgrund seiner desolaten gesundheitlichen Verfassung, Deutschland um Asyl zu bitten.
Aufgrund seiner Einschränkungen war er in Italien während der letzten Jahre nicht mehr in der Lage einer geregelten Arbeit nachzugehen, er verbrachte etwa 2 Jahre im Gelände des Mailänder Bahnhofs.
Die Unterernährung und die Kälte lösten eine akute Tuberkulose aus, die dann doch von den Behörden in Mailand erkannt wurde und nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in einer Klinik, konnte er als geheilt entlassen werden. Darüber hinaus erhielt er in Mailand keine medizinische Betreuung.
Der Mann leidet an einer ererbten Diabetes, mit den Folgen eines Glaukoms, Netzhautablösung, Erblindung, Bluthochdruck und beginnendem Nierenversagen. Er hat bereits wenig Gefühl in den Beinen, dies als Folgen einer beginnenden Polyneuropathie.
In diesem Allgemeinzustand schaffte er es im Sommer 2014 nach Deutschland auszureisen, um in einer Erstaufnahmeeinrichtung in München um Asyl zu bitten. Von dort wurde er in den Landkreis Starnberg verlegt und fand eine passable Unterkunft in einem der dortigen Flüchtlingshäuser.
In seinem Umfeld gibt und gab es einen überaus aktiven Helferkreis und darüber hinaus fand eine Helferin zu ihm einen guten persönlichen, wenn nicht gar liebevollen Umgang. So ist es unvergesslich für die Helferin, wie sie ihn eines Tages im Sommer 2014 zusammen mit einem Freund, der auch Asyl beantragt hatte, vor dem Haus der Einrichtung ansprach, sofort ergab sich ein freundliches Gespräch mit anschließendem gemeinsamen Kaffee. Der Freund sprach Englisch, der junge Senegalese sprach Französisch und so hatte man sich oft unter fröhlichem Gelächter gestikulierend verständigt, Missverständnisse eingeschlossen, besonders was auch Verabredungen und Pünktlichkeit betraf. So manches Mal musste die Helferin ihre beiden Schützlinge aus dem Bett holen, um wichtige Termine wahrzunehmen. Doch auch diese Schwierigkeit hatte sich schnell erledigt, die beiden Freunde wussten, dass Pünktlichkeit eine der Tugenden der Helferin war, aber natürlich besonders deren Verlässlichkeit in schwierigen Situationen.
Die Umstände brachten es mit sich, dass sich die Helferin vor allem um die Gesundheit ihres Schützlings kümmern musste.
Die Augenklinik der Universität München und ein Internistisches Zentrum in der Gemeinde wurden nun intensiv um Rat gefragt. Anfangs war der Land-kreis zögerlich mit der Anerkennung und der Behandlung von „alten“ Erkrankungen, aber bald erledigte sich auch dieses Problem zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Es war doch unschwer zu erkennen, dass „neue“ Krankheiten meist auf „alten“ Problemen beruhten. Beide Therapiezentren haben den Mann engagiert unter ihre Fittiche genommen, er erhielt regelmäßige Kontrollen in der Augenklinik, mit einer Spritzentherapie, einer fast „last chance“ Behandlung, die dann auch wunderbar anschlug und seine Seh-schärfe verbesserte. Das Internisten-Zentrum verordnete die entsprechenden Medikamente um den Bluthochdruck und den Diabetes unter Kontrolle zu halten. Der Patient befolgte akribisch alle ärztlichen Verordnungen und versuchte auch Diätvorschriften einzuhalten.
Der erste schwere Schlag kam für den Mann als seine monatliche Grund-versorgung vom Landkreis um 40 % gekürzt wurde. Da er als Asylerschleicher galt , hielt es das Landratsamt für ein erprobtes Mittel der Wahl, Druck auf Betreffende auszuüben, obwohl der asylpolitische Sachverhalt nicht mit einer Kürzung der Grundversorgung einhergehen sollte. Mit diesem einfachen Mittel der Entziehung der Lebensgrundlage wollte man die Menschen zum Aufgeben zwingen. Alle Interventionen der Ärzte und des Helferkreises schlugen fehl, am Ende lebte der Mann von etwa 240,00 Euro monatlich. Der Helferkreis finanziell und mit Nahrungskäufen ausgeholfen, auch die Fahrten in die Stadt zu den Ärzten wurden von den Helfern organisiert.
Dem Senegalesen war bewusst, dass sein Asylantrag wenig Aussicht auf Erfolg haben würde, da einerseits Senegal zu den sicheren Drittstaaten zählt und man ihm hier andrerseits in Deutschland keine Arbeitserlaubnis bewilligen würde. Er wäre gerne selbst für die Unkosten seiner med. Betreuung aufgekommen, er hätte sich gerne mit seiner beiden Hände Arbeit vorangebracht, um in Deutschland ein Leben in Würde und Sicherheit zu führen.
Ein Rechtsanwalt wurde eingeschaltet, er plädierte auf humanitären Schutz, da dem Mann in seinem Heimatland keine adäquate Behandlung zuteilwerden konnte. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, ebenfalls die Intervention beim Verwaltungsgericht München. Er wurde von diesem Gericht als voll berufstauglich eingestuft und seine Ausreise umgehend angeordnet, Es war dem Asylbewerber bekannt, dass ein abzuschiebender Asylbewerber als vogelfrei gilt und dass er jederzeit auch über Nacht abgeholt und in den Flieger gesetzt werden konnte, oder zwischenzeitlich in ein Abschiebelager gebracht werden konnte.
Dieser schrecklichen Situation wollte der Mann entkommen und verließ Hals über Kopf in Panik unser Land nach Italien, wo er zwar das Bleiberecht aber keine Lebensperspektive sah. Der Mann war kurz vor der Rückkehr der Helferin aus dem Urlaub ausgereist.
Nun war guter Rat teuer.
Der Mann hatte in diesem Moment den Boden unter den Füssen verloren, nun war er völlig allein, während sich in seiner Unterkunft eine wunderbare Gemeinschaft unter seinen Landsleuten und anderen Afrikanern gebildet hatte, es war miteinander gekocht, gefeiert worden und die Leute wussten ungefähr Bescheid über die schwierige Lage der einzelnen Mitbewohner.
All dies gehörte nun der Vergangenheit an.
Die Helferin erfuhr von ihrem Schützling in Mailand, dass er sich dort ohne einen Pfennig auf der Straße aufhielt, ohne Unterkunft oder Unterstützung seitens des italienischen Staates. Sie erfuhr auch, dass alle Schlafplätze der Hilfsorganisationen überbelegt seien und er keine Aussicht auf einen Schlafplatz hätte. Einzelne Häuser böten bezahlten Schlafplatz an, privat, und so wurde nach einer Diskussion mit dem Helferkreis dem Mann für 3 Monate Unterkunft und Verpflegung zugesichert, der Unterkunftsvertrag läuft Mitte Dezember aus.
Kurz entschlossen fuhr die Helferin samt Ehemann für 4 Tage nach Mailand, um sich selbst ein Bild von der Notlage des Mannes zu machen.
Im Gepäck hatte sie das Geld vom Helferkreis, ebenso eine gesamte Kleiderausrüstung für den Winter, von Schuhen über Socken, Anorak usw. Das Beste war jedoch eine neue Brille, denn wie es das Schicksal doch wollte, waren dem Mann kurz vor seiner Abreise eine Brille verordnet worden, und so waren seine Dioptrien genauestens bekannt. Über dieses Geschenk war der Mann überglücklich, auch die Brille hatte der Helferkreis bezahlt.
Das erste Treffen fand dann vor dem Dom statt, der Mann kam in zerrissenen Turnschuhen daher geschlurft und zeigte ein ziemlich verwahrlostes Aussehen. Der Vermutung nach hatte er alles, was er irgendwie entbehren konnte, versetzt, um sich ernährungsmäßig über Wasser zu halten. Er zeigte uns seinen Schlafplatz für 200 Euro monatlich, die Helferin war den Tränen nahe.
Die Medikamente für 3 Monate waren höchst willkommen.
Jetzt über den Winter gibt es in Mailand für Asylmenschen bestimmt keine Arbeit, auf dem Lande sind die Feldfrüchte geerntet, Tomaten und Trauben sind gepflückt.
Die Aussichten für unseren Mann sind verheerend.
Er zeigte uns seine Leidensgenossen, die die Umgebung vom Mailänder Bahnhof zu Hunderten wenn nicht Tausenden bevölkern. Wir sahen vor allem frierende Afrikaner, die wie verirrte Vögel im Regen standen, ausgemergelte Gestalten. Frauen mit dicken Bäuchen standen da, Männer mit Behelfs-krücken unter den Armen, alle obdachlos. Nachts verkriechen sich diese Menschen in den Hauseingängen der umliegenden Gebäude.
Wir lernten ein Kapuzinerkloster kennen, das bis zu 5000 Mahlzeiten pro Tag in 2 Schüben ausgibt, die Warteschlangen waren gewaltig, sie zogen sich um mehrere Straßenblöcke. Das Kloster bietet Wechselkleidung und Dusch-möglichkeiten an, doch Schlafplätze sind Mangelware.
Niedergeschlagen kehrten wir nach München zurück, der Asylbewerber war uns ein Freund geworden, fast wie ein Familienmitglied und nun ließen wir ihn desolat in Mailand zurück. Eine Rückkehr nach Deutschland ist während der nächsten 5 Jahre ausgeschlossen.
Ein paar Wochen nach unserer Rückkehr hörten wir, dass unser Freund auf der Straße zusammengebrochen war, aufgrund der Entgleisung der Zuckerwerte, Passanten riefen die Ambulanz, er kam für 3 Wochen ins Krankenhaus, wenigstens jetzt hatte er ein Bett und genug Essen, dachten wir.
Die 3 Monate unserer Unterstützung laufen Mitte Dezember aus, vergangene Woche haben wir wieder mit einem kleinen Geldbetrag ausgeholfen, der Helferkreis ist ebenfalls am Ende seiner finanziellen Möglichkeiten, unser Freund ist nicht der Einzige, der Unterstützung benötigt.
Das Ende unseres Schützlings ist offen, er leidet mittlerweile an schweren Depressionen, inzwischen wünscht er sich sehnlich in Senegal zurückzukehren, aber wo soll das Geld herkommen.
Wir wissen alle nicht, ob er den Winter überleben wird, seine Eltern und Geschwister leiden ebenfalls an Diabetes, keiner in seiner Familie hat Arbeit, ihm bleibt in Italien wie auch im Senegal nur noch das Betteln übrig, wogegen er sich sicherlich bald nicht mehr wehren kann. Er hatte in München eine wundervolle Bleibe, afrikanische Freunde und einen Kreis wohl gesinnter Betreuer.
Lieber Leser, wir möchten unseren Schützling dabei unterstützen in sein Heimatland zurück zu kehren und ihm außer dem Rückflugticket noch eine kleine Starthilfe im Senegal mit auf den Weg geben.
Sollte Sie das Schicksal unseres senegalesischen Freundes berührt haben, so bitten wir Sie ganz herzlich sich an unseren Helferkreis zu wenden. Sachspenden sind im Moment schwer zu übergeben, Geldspenden sind mittels Western Union in unseren Ländern zum Glück kein Problem mehr, die Codenummer kann telefonisch durchgegeben werden.


Chancen geben - Chancen nutzen ... Erfahrungen BMW Praktikum

Die Integration vieler Gautinger Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt kommt voran. Zwei von ihnen bekamen sogar einen Platz im begehrten Praktikumsprojekt von BMW. Die beiden – einer aus Syrien und einer aus Eritrea – lernten über mehrere Wochen vormittags bei dem Autobauer, am Nachmittag gab es Sprachunterricht. Beide schlugen sich gut und haben eine Weiterbeschäftigung in Aussicht.
Dabei zeigte sich einmal mehr: Sprachkenntnisse sind bei der Integration ganz entscheidend. Die beiden hatten in den vergangenen Monaten fleißig Deutsch gelernt. „Wir können nur Leute in den Produktionsprozess bringen, die Deutsch können“, drückte es vor wenigen Tagen Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme bei einer Podiumsdiskussion mit Kardinal Marx aus.
Die Aufnahme so vieler Flüchtlinge im vergangenen Jahr verteidigte der erfahrene Manager dabei ausdrücklich. Zwar müsse so etwas eine Ausnahme bleiben. Doch gelte für ihn: „In einem so entwickelten Land wie Deutschland können wir nicht eine Million Menschen im Winter vor einem Zaun erfrieren lassen.“ Deutschland sei stark genug. „Wenn wir es nicht schaffen, wer dann?“
Wichtig ist aber, dass die Flüchtlinge bald auf eigenen Beinen stehen. Einige der Gautinger Flüchtlinge haben in den vergangenen Wochen eigene Wohnungen bezogen und arbeiten. Manche kamen in der Gastronomie unter, andere bei Reinigungsunternehmen oder im Handwerk.
Dabei hat sich gezeigt, dass die Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen, zwar nicht so hochqualifiziert sind, wie manche in der Anfangseuphorie hofften. Doch sind die Voraussetzungen besser als Experten zuletzt erwarteten. Das ergab eine neue Studie des Bundesamts für Migration. Demnach haben 58 Prozent der erwachsenen Flüchtlinge in ihrer Heimat zehn Jahre und mehr in Schule, Ausbildung und Studium verbracht. 31 Prozent waren auf Hochschulen oder beruflichen Bil-dungseinrichtungen. Bei der Untersuchung zeigte sich auch, dass es bei den Wertvorstellungen viele Gemeinsamkeiten gibt. So sprachen sich 96 Prozent der Flüchtlinge für ein demokratisches System aus, 92 Prozent sagten, dass Männer und Frauen gleiche Rechte haben sollten.
Wichtig für die weitere Integration ist nun, dass viele Arbeit finden. Wichtig ist dabei, dass die Firmen sich engagieren und spezielle Projekte mit Schulungen anbieten. BMW hatte angekündigt, insgesamt 500 Flüchtlinge in einem Praxis-Programm zu schulen. Bis zu sechs Stunden täglich erhalten die Flüchtlinge einen Einblick in Arbeitsabläufe unterschiedlicher Abteilun-gen wie Entwicklung, Vertrieb, Personalwe-sen, Finanzen, Produktion oder IT. Hinzu kommen ein täglicher Sprachkurs und ein eigens entwickeltes Training zur Vermittlung von interkulturellen und sozialen Schlüssel-qualifikationen. „Bei der BMW Group arbeiten allein in Deutschland jeden Tag Menschen mit mehr als 100 unterschiedlichen Nationalitäten zusammen - und das sehr erfolgreich. Die Integration von Menschen verschiedener Kulturen ist für uns deshalb nicht nur täglich gelebte Praxis, sondern ein wichtiges Anliegen, das wir sowohl im Unternehmen, als auch außerhalb fördern“, sagte BMW-Personalvorstand Milagros Caiña-Andree.
Auch andere Firmen legten ähnliche Programme auf – auch wenn es nach Einschätzung von Experten deutschlandweit noch zu wenige sind. So gibt es verschiedene Projekte bei Siemens, Webasto unterstützt bei uns im Würmtal das Sprachtraining. Denn Deutschkenntnisse sind wichtigstes Kriterium, um den Sprung in den Arbeitsmarkt zu schaffen.


Herbergssuche zur Weihnachtszeit

In Gauting wächst die kleine Container-Siedlung am Penny-Markt und jetzt steht fest, dass der Umzug der ersten Bewohner zum Jahresende 2016 stattfinden wird. Die geflüchteten Familien freuen sich zwar auf die gegenüber der AOA-Unterkunft verbesserten Wohnbedingungen.

Aber der Tag der offenen Tür am 14.12. wird jeden Besucher davon überzeugen, dass dies für die anerkannten Flüchtlinge ein Provisorium ist und weit hinter dem Sozialwohnungsstandard zurückbleibt, der für eine langfristige Unterbringung anzustreben ist. Ein Drittel der 94 AOA-Bewohner haben bereits ein Bleiberecht und ist verpflichtet, die Unterkunft zu verlassen. Sie suchen dringend bezahlbaren Wohnraum, genau wie viele andere sozial bedürftige Menschen. Die kommunalen Verwaltungen im Landkreis haben hierauf noch keine präzisen Antworten.

Nur durch eine Unterbringung anerkannter Flüchtlinge in der Mitte unserer Gesellschaft statt in Containern kann Integration gelingen.

"Wir müssen integrieren, nicht disponieren! Eine Bleibeperspektive der Ämter müssen wir um eine Lebensperspektive ergänzen. Ein menschliches, warmherziges Umfeld - dazu schaffen Paragrafen und Verordnungen ein paar Voraussetzungen. Das Wesentliche – gelebte Menschlichkeit – das liegt in unser aller Verantwortung!" sagt Hans Wilhelm Knape vom „Helferkreis AOA“.

Daher richtet der Gautinger „Helferkreis “ einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit:

Bitte bieten sie Wohnraum an!
Aktuell suchen in Gauting zahlreiche Familien ein neues Zuhause. Bei jeder dieser Familien wurde der Asylantrag positiv geprüft und eine Aufenthaltserlaubnis erteilt. Und sie werden auch weiterhin durch einen deutschen Ansprechpartner unterstützt. Bei einer Miete im ortsüblichen Rahmen werden die Kosten vom Job-Center übernommen, falls noch kein Arbeitsverhältnis besteht

Am dringendsten suchen folgende Familien eine Wohnung:

eine Witwe mit 3 Kindern aus Idlib / Syrien

eine 4-köpfige Familie aus Aleppo / Syrien

eine 5-köpfige kurdische Familie aus Mossul / Irak

eine 6-köpfige Familie aus Damaskus / Syrien

eine 7-köpfige kurdische Familie aus Mossul / Irak_

Wir sind auch für unkonventionelle Angebote wie Wohngemeinschaften oder Mietpatenschaften offen. Viele Lösungen finden sich erst, wenn man gemeinsam nach ihnen sucht!

Konkrete Angebote oder Fragen richtensie bitte an mailto:helferkreis-aoa@web.de


Erhöhung der Unterkunftsgebühren

Schreiben an die Regierung von Oberbayern zur Erhöhung der Unterkunftsgebühren in der Gemeinschaftsunterkunft Ammerseestraße 108

Erhöhung Unterkunftsgebühren


Asylunterkunft wird aufgelöst - Infoveranstaltung 29.09.2016

Auf Veranlassung des Landesamts in Abstimmung mit der Gemeinde Gauting wird die Asylunterkunft im ehemaligen AOA-Verwaltungsgebäude bis Ende des Jahres voraussichtlich aufgelöst. Für die derzeitigen Bewohner dieser Unterkunft wird eine Containeranlage, etwa 800 Meter weiter westlich in der Pentenrieder Straße neu errichtet. Die Aufstellung dieser Anlage ist befristet bis 31. Juli 2021.
Eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger und Anwohner fand am 29.09.2016 in der Grundschule Ammerseestraße statt. Vertreter der Gemeinde Gauting und des Landratsamtes Starnberg nahmen an der Veranstaltung teil. Weiteres in Kürze.


2. Interkultureller Schulkalender 2016/2017

Auch im Schuljahr 2016/2017 begleitet der Interkulturelle Schulkalender Schüler und Lehrer im Freitaat in ihrem Bemühen um eine bessere Integration in Schule und Alltag. Er informiert über die wichtigsten Feiertage verschiedener Religionen und nimmt Sie in diesem Jahr mit auf eine gedankliche Resie zu den 7 Weltwundern der Moderne.

Interkultureler Schulkalender 2016/2017

Quelle hierzu ist der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung


Seminarinformationen - Flüchtlinge in Deutschland!

Hier erfahren Sie mehr zu:
Welche Behörden- und Gerichtsverfahren haben sie zu bewältigen?
Was ist bei diesen Verfahren im jeweiligen Verfahrensstadium zu beachten?
Wie können ehrenamtliche Unterstützer helfen?

Seminarinhalt 30.06.2016


Samstag, den 09. Juli -> Sommerfest ASYL Gauting

sommerfest_2016_asyl

Aktueller Bedarf an Sachspenden

Aktueller Bedarf an Sachspenden:
Benötigt werden derzeit speziell für die Ammerseestrasse 108 folgendes:


In Deutschland als Flüchtling studieren

Es ist eine sehr gute Nachricht für Sie, im Bezug auf die Hochschulbildung als neuer Flüchtling in Deutschland! Gut, ja, Sie können in Deutschland gleich wie andere internationale Studenten studieren, insbesonderen wenn Ihnen Asyl gewährt wurde, wenn Sie gewährter oder „geduldeter“ Flüchtling sind – und das Antrangsverfahren noch in der Bearbeitung ist.
Hier mehr Informationen in zahlreichen Sprachen:
http://www.studieren-in-deutschland.org/als-fluechtling-studieren/


12. bis 17. Juni 2016: Die Innere Stadt Gauting - Kunst und Begegnungsprojekt

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Mehr Informationen finden Sie unter:

www.innerestadtgauting.wordpress.com

Laden Sie sich doch einfach den Veranstaltungsflyer herunter:

Flyer


Gautinger Helferkreis AOA zieht erste Bilanz

Fast vier Monate nach dem Einzug der ersten Flüchtlinge in das ehemalige AOA-Gebäude ist schon viel geschafft und initiiert worden. Insgesamt 145 Bewohner, die aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Iran und Pakistan stammen – darunter etwa 70 Kinder und Jugendliche – haben in der Ammerseestraße eine neue Heimat gefunden. Der Helferkreis AOA hat die neuen Mitbürger mit seinen nunmehr 14 Arbeitsgruppen nach besten Kräften unterstützt – in guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der evangelischen Kirche, Schulen, Ärzten, dem hausinternen Sicherheitsdienst und der Asylsozialberatung.
Fast alle erwachsenen Flüchtlinge haben in den letzten Monaten ehrenamtlich durchgeführte Deutschkurse im AOA-Gebäude besucht. Die Eltern konnten die zeitgleich mit den Kursen angebotene Kinderbetreuung des Helferkreises nutzen. Einer Reihe von Kursteilnehmern, die schon ein ausreichend hohes Sprachniveau erreicht haben, konnten Plätze im professionellen Deutschunterricht in Starnberg und Weilheim vermittelt werden.
Alle Familien haben inzwischen ein Bankkonto eingerichtet und erste Termine beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finden bereits statt. Veranstaltungen zum Abschluss von Haftpflichtversicherungen werden vom Helferkreis dieser Tage organisiert.
Die schulpflichtigen Kinder wurden nach Ostern in entsprechende Klassen der Gautinger Schulen integriert. Die dortigen Lehrkräfte unterstützen sie tatkräftig mit zusätzlichen Stunden. Außerdem können die Schüler von einer täglichen Hausaufgabenbetreuung des Helferkreises profitieren. Eine ehemalige Waldorflehrerin aus dem Helferkreis bietet zusätzlich eine kreative Sonntagsschule an, die von den Kindern und auch einigen Erwachsenen gerne besucht wird.
Unter einigen Mühen konnten für drei Flüchtlingskinder ab September Plätze in Gautinger Kindergärten gefunden werden. Eine professionelle Lösung zur Förderung aller Vorschulkinder wird gerade gemeinsam mit der Gemeinde und anderen Institutionen gesucht.
Jugendliche, die zu alt für die Schule (nicht mehr schulpflichtig), aber noch zu jung für professionelle Deutschkurse sind, werden durch im Helferkreis aktive Lehrer gesondert gefördert. Sie sollen so die Chance bekommen, die Eingangstests der Berufsschule zu bewältigen.
Eine Arbeitsgruppe des Helferkreises unterstützt die Flüchtlinge bei Arztbesuchen. Die Mehrheit der Bewohner wurde kürzlich von Frau Dr. Eiden über alle sinnvollen Impfungen informiert und in Folge durchgeimpft. Es gibt auch schon den ersten Nachwuchs zu verzeichnen und weitere Geburten stehen in Kürze an.
Ein Frauenabend mit gemeinsamem Handarbeiten, Spielen und Gesprächen findet einmal im Monat statt. Einen Männerabend mit gemeinsamem Fußballschauen gab es auch schon. Rund 20 AOA-Bewohner haben im April damit begonnen, Sonnenäcker hinter dem Gebäude zu bebauen. Direkt neben dem Sonnenacker befindet sich ein Bolzplatz, der in Kürze von Flüchtlingen und Helferkreis eingeweiht wird. Dafür werden noch zwei Tore gesucht.
Auch verschiedene Sportangebote werden vom Helferkreis koordiniert. Besonders gerne besucht wird das Fußballtraining beim TSV Pentenried, bei dem Kinder und Erwachsene professionell angeleitet werden.
Sachspenden, die mit Erlaubnis von Landratsamt und Betreiber in die Unterkunft gebracht werden durften, wurden vom Helferkreis koordiniert. Ein von Helferkreis und Gemeinde betreuter Nachbarschaftsbriefkasten am AOA-Gebäude hilft dabei, im Dialog mit den Anwohnern Problemlösungen zu suchen und Ideen aufzunehmen. Die Vorbereitungen für ein Sommerfest gemeinsam mit den anderen Gautinger Unterkünften und den Gautinger Bürgern (9.7 oder 16.7 als Ausweichtermin) laufen bereits auf Hochtouren.
Der Helferkreis AOA freut sich über weitere Helfer/innen.
Bei Interesse oder Fragen können Sie Kontakt aufnehmen über helferkreis-aoa@web.de.
Weitere Informationen unter http://www.asylgauting.de


Neulich beim spielen....

...schau mal meine Schwester hat eine Freundin gefunden...

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LMU-Ringvorlesung "Flüchtlinge in Deutschland – Hintergründe, Fakten und Konsequenzen für das deutsche Bildungssystem"

Am 19. April 2016 beginnt im Rahmen der Ringvorlesung an der Ludwig-Maximilians-Universität eine Vortragsreihe zum Thema "Flüchtlinge in Deutschland – Hintergründe, Fakten und Konsequenzen für das deutsche Bildungssystem". Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Übersicht über die Veranstaltungsreihe finden Sie hier:

uni-muenchen.de/aktuelles/veranstaltungen/index.html?es=367


Adressenangabe für Spendenbescheinigungen

Der Verein Förderkreis Asyl Gauting e.V. möchte sich sehr herzlich bei allen Spendern bedanken und darauf hinweisen das bei höheren Beträgen eine Spendenbescheinigung des Vereins notwendig ist. Diese schicken wir Ihnen gerne zu – dazu benötigen wir Ihre Adresse, bitte vermerken Sie diese unbedingt auf dem Überweisungsträger.


Kalender und Kochbuch

Zwei kreative Werke von Flüchtlingen in Gauting sind aktuell u.a. in der Buchhandlung Kirchheim erhältlich: der schöne Postkarten-Kalender 2016 mit Bildern aus dem Malkurs für Asylbewerber (EUR 8,--) und das inspirierende Kochbuch „Um die Welt in 30 Rezepten – Schüler, Studenten und Flüchtlinge treffen sich am Kochtopf“ (EUR 12,--). Ideal auch zum Verschenken!


Ankommen - Ein Wegbegleiter für die ersten Wochen in Deutschland

Nach einer langen und beschwerlichen Reise sind sie in Deutschland angekommen.
Ankommen bedeutet im Deutschen aber noch viel mehr:
Teil der Gesellschaft werden, mitmachen. Dabei hilft diese App www.ankommenapp.de


Aktivitäten Helferkreis Asyl in Stockdorf

Der Helferkreis Asyl in Stockdorf betreut unter anderem die Kinder der Flüchtlinge, die noch nicht im Kindergarten sind, während die Eltern vormittags den Deutschkurs besuchen. Die zu betreuende Gruppe besteht im Moment aus circa 5-6 Kindern im Alter von 1 bis ca. 4 Jahren. Hierfür suchen wir noch einige Helfer.

Die Betreuungszeiten sind Montags bis Freitags von 10:00 bis 12:00 Uhr. Wir versuchen immer zwei Betreuer vor Ort zu haben.
Es ist ein kleines Spielzimmer mit diversem Spiel- und Bastelmaterial vorhanden sowie ein großer Garten.

Weiterhin sucht auch die Hausaufgabenbetreuung der Grund- und Mittelschüler noch helfende Hände. Diese findet Montags bis Freitags zwischen 14:00 und 16:00 Uhr statt. Für die Mittelschüler wäre auch ein Wochenendtermin machbar.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und einmal die Woche Zeit und Lust haben, uns bei der Betreuung zu unterstützen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Sporadische Einsätze sind ebenfalls möglich, sollten Sie nicht regelmäßig Zeit haben.

Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter:
kinderbetreuung@asylgauting.de
oder
hausaufgaben@asylgauting.de


Gemeinde und Helferkreis heißen Flüchtlinge im AOA willkommen

Am Freitag, den 29.01.2016, trafen die ersten 30 Flüchtlinge in der neuen Gautinger Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Apparatebau (AOA) ein. In den nächsten Tagen werden insgesamt 8 Familien aus dem Irak und Afghanistan mit insgesamt 21 Kindern im Alter zwischen 4 Monaten und 16 Jahren erwartet. Die Gemeinde Gauting und der Helferkreis AOA möchten die neuen Nachbarn herzlich willkommen heißen!

Das Empfangsteam des Helferkreises erwartete die Familien am Bahnhof und geleitete sie zum AOA-Gebäude. Auch die Polizei war helfend präsent. Die das Objekt und die Bewohner betreuende Firma „Jonas Better Place“ ist seit Mittwoch Tag und Nacht vor Ort. Es besteht bereits eine enge und sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Helferkreis, der Gemeinde und dem Team von „Jonas Better Place“ – alle drei pflegen auch einen direkten Kontakt zum Landratsamt Starnberg. Damit wird sichergestellt, dass alle Beteiligten möglichst effizient und schnell die Hilfe leisten, die gerade am dringendsten benötigt wird.

Gemeinde und Helferkreis sind sehr froh und dankbar, dass so viele Gautinger Bürger den Besichtigungstermin im AOA am vergangenen Freitag wahrgenommen haben. In Kürze wird am AOA-Gebäude ein „Nachbarschaftsbriefkasten“ angebracht, wo Anwohner ihre Ideen, Anregungen und Sorgen mitteilen können. Der Briefkasten wird vom Helferkreis AOA betreut.

Wer sich für die Flüchtlinge engagieren will, ist beim „Newcomer-Treffen“ des Helferkreises AOA herzlich willkommen: am Montag, 1. Februar, um 19 Uhr in der Unterkunft Ammerseestraße / Ecke Unterbrunner Straße.


Neujahrsfest in der Bergstraße

Es war ein schöner Beginn des neuen Jahres:
Am Samstag trafen sich Asylbewerber, Helfer und Nachbarn in der Unterkunft in der Bergstraße, um gemeinsam das neue Jahr zu feiern. Während die Kinder Verstecken spielten und später im Zimmer tanzten, gab es in der gemütlichen, lockeren Runde viele interessante Gespräche - mal mit Händen und Füßen und oft schon in erstaunlich gutem Deutsch.
Empfangen wurden die Besucher von einer Feuertonne, über der auch der Kinderpunsch erwärmt wurde. Durch einen Pavillon ging es zum reichhaltigen Buffet, Helfer und Bewohner hatten Spezialitäten aus aller Welt gemacht. Großartig unter anderem das Huhn aus Eritrea!
Ein schönes neues Jahr hatten sich die Gautinger und die Neu-Gautinger im Chor auf mehreren Sprachen gewünscht.


Neue Unterkunft im ehemaligen AOA-Gebäude

Wie das Landratsamt Starnberg mitteilt, werden in der neuen Unterkunft Ammerseestraße (ehemaliger AOA Apparatebau) voraussichtlich im Januar die ersten Flüchtlinge einziehen. In der Unterkunft sollen rund 130 Asylbewerber(innen) Schutz finden.


Begegnungsfest im Rathaus: ein toller Erfolg

Berührende Lebensgeschichten, begeisternde Lieder, Gedichte, Kreatives und Kulinarisches - und zum großen musikalischen Finale ein tanzender Vize-Bürgermeister inmitten von Flüchtlingen und Asyl-Helfern: Das Begegnungsfest im Gautinger Rathaus am 12.Dezember war ein überwältigender Erfolg. Schon lange vor Beginn war das Rathaus-Foyer bis auf den letzten Platz besetzt; später herrschte drangvolle Enge bis auf die Treppen hinauf. Das große Interesse der Gautinger an "ihren" Flüchtlingen und ein herzliches Miteinander prägten den Abend, über den auch "Süddeutsche Zeitung" und "Münchner Merkur" ausführlich berichteten.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/fluechtlinge-nach-gauting-weil-es-so-schoen-klingt-1.2781323